Evang. Kirchengemeinde Heumaden-Süd
Neues und Aktuelles


Kirche im Stadtbezirk:
Gnadenkirche Heumaden
Alte Kirche Heumaden
Emmaus-Kirche Riedenberg
Martin-Luther-Kirche Sillenbuch

Unsere Gemeinde:
Ihr Pfarrer
Kirchengemeinderat
Gottesdienste
Gemeindebüro
Gemeinde-News

Angebote:
für Kleinkinder
für Schulkinder
für Jugendliche
für Erwachsene
für Frauen
für Musikalische
für Engagierte
für Umweltbewusste
Mittagstisch
für Ältere

für alle Fälle: Hilfen
Krankenpflege
betreute Altenwohnungen

Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Gemeindebrief

Kontakt zu uns

Auftakt zur Kirchenstiftung

Seit vielen Jahren wird in den Medien immer wieder über knapper werdende Finanzmittel der Kirchen berichtet. Reduzierungen im Angebot der kirchlichen Aktivitäten bis hin zu Immobilienverkäufen scheinen unabwendbar. Auch für unsere Kirchengemeinde in Heumaden-Süd wird der Spielraum immer enger. Wir sind in Sorge, die Angebote nicht mehr leisten und die Räumlichkeiten nicht mehr erhalten zu können. Die Gnadenkirche und unsere Gemeindeeinrichtungen sind für viele Menschen in Heumaden ein Stück Heimat. Der Kirchengemeinderat diskutierte deshalb lange und intensiv über Kostenreduzierung und Finanzierungsmöglichkeiten.

Als ein Ergebnis dieser Überlegungen hat der Kirchengemeinderat beschlossen, die "Kirchenstiftung Heumaden-Süd" zu gründen. Zweck der Stiftung ist die Förderung der kirchlichen Aufgaben der Kirchengemeinde Heumaden-Süd, insbesondere der Gemeindearbeit und der Unterhaltung der Gebäude der Evang. Kirchengemeinde.

Die Evangelische Landeskirche in Württemberg verwaltet in unserem Auftrag das Stiftungsvermögen und erzielt die Zinserträge, die dann der Stiftung zur Verwendung zur Verfügung stehen. Die Satzung der Stiftung wurde vom Oberkirchenrat im Frühjahr genehmigt. Erste Stifterinnen und Stifter haben schon eine Zuwendung gemacht.

Der große Vorteil einer Stiftung und der Unterschied zu anderen Spenden an die Gemeinde ist, dass das Stiftungsvermögen dauernd und ungeschmälert erhalten bleibt; es bleibt in seiner Höhe "auf ewig" unangetastet. Eine Spende muss von der Kirchengemeinde Heumaden-Süd zeitnah für den angegebenen Zweck ausgegeben werden. Gelder für die Stiftung bleiben hingegen auf Dauer erhalten, da sie gewinnbringend angelegt werden. Die Zinsen dienen dann jedes Jahr aufs Neue dem Stiftungszweck. Es sind Einzelzuwendungen oder ein Vermächtnis oder eine Erbschaft zugunsten der Stiftung möglich.

Die Steuergesetzgebung begünstigt Stiftungen. Je nach zugewendeter Summe kann man im ersten Jahr und auch in den Folgejahren kräftig Steuern sparen. Die Zuwendung an die Stiftung ist frei von Schenkungs- bzw. Erbschaftssteuer. Zuwendungsbestätigungen erhalten alle Geber zeitnah und unbürokratisch, bei Einverständnis des Stifters wird sein Name veröffentlicht.

Die Auftaktveranstaltung der Kirchenstiftung Heumaden-Süd. findet statt am Sonntag, dem 7. November, um 18 Uhr im Gemeindesaal.

Eingeladen sind dazu alle Menschen, die mit Heumaden-Süd verbunden sind, einladen, um sich zu informieren und womöglich dieses Vorhaben nach Kräften zu unterstützen. Nur so können wir die vielfältigen, lebendigen Gemeindeaktivitäten in unserer für alle Bürgerinnen und Bürger offenen Kirche aufrechterhalten. Deshalb laden wir zu dieser Veranstaltung herzlich ein. An diesem Abend werden Zweck, Rechtsform und Organisation der Stiftung vorgestellt. Es gibt Gelegenheit, mit Mitgliedern des Kirchengemeinderats und ersten Stiftern offene Fragen zu klären. Ein klassisch-musikalisches Programm sowie Getränke und Häppchen sorgen für einen angenehmen Rahmen.

Gemeindeausflug 2009 nach Regensburg

Bilder, fotografiert von Beate Brenner, Abdrea Dölker, Trixi Geng, Barbara Guse-Kirche und J. Schäfer

Der Bericht über unsere Reise von Beate Brenner

Ziel unseres diesjährigen Gemeindeausflugs vom 20. – 21. Juni 2009 war Regensburg: eine Stadt, die - neben Augsburg (Ziel des Gemeindeausflugs im vergangenen Jahr) und Trier (eventuell Gemeindeausflugs-Ziel im Jahr 2010) und, soweit ich weiß, auch Köln - für sich in Anspruch nimmt, „älteste Stadt Deutschlands“ zu sein.

(So alt ist Regensburg: Seit der Steinzeit ist der Regensburger Donaubogen besiedelt, die ältesten Zeugnisse sind keltischen Ursprungs. Gegen 90 n. Chr. wird ein röm. Kohorten-Kastell im Bereich des heutigen Stadtteils Kumfmühl errichtet. 179 n. Chr. (d.h. während der Regentschaft von Kaiser Marc Aurel) erfolgt die Gründung des röm. Legionslagers „Castra Regina“ (= Lager am Fluss „Regen“). Im 6. Jhd. n. Chr. wird Castra Regina als „Reganespurc“ Herzogsresidenz und erste bayerische Hauptstadt. 739 n. Chr. stiftet der hl. Bonifatius (= ein „Glaubensbote in Deutschland“ und Märtyrer) das Bistum Regensburg.)

Mit nur wenigen Minuten Verspätung starteten wir kurz nach 7:15 Uhr am Sa Morgen, erste Station der Reise war das Fürstliche Schloss Thurn und Taxis.
Dieses Schloss ist hervorgegangen aus den Gebäuden des ehemaligen Benediktinerklosters St. Emmeram, welches etwa zur Zeit der Gründung des Bistums Regensburg durch Bonifatius im Jahr 739 am Grab des als Märtyrer verehrten fränkischen Wanderbischofs Emmeram entstand. Nach der Säkularisation des (dann ehemaligen) Klosters im Jahr 1810 erhielten die Fürsten von Thurn und Taxis im Jahr 1812 als Teilentschädigung für den Verlust des Postmonopols in Bayern einen Großteil der Gebäude und bauten diese in der Folgezeit zu einem repräsentativen Schloss mit umfangreicher Parkanlage um.
Das Schloss wird bis heute von der fürstlichen Familie als Wohnsitz genutzt: „Hängt der Lappen draußen (d.h. ist die fürstliche Fahne gehisst), sind die Lumpen drinnen.“ (Volksmund)

Wir besichtigen u.a. das Marmortreppenhaus als Zugang zum Südflügel des Schlosses, den Wintergarten, den Ballsaal (in dem bis heute gefeiert wird), div. Salons, das Schlafgemach der Fürstin Therese mit Schwanenbett, den Thronsaal und die Hauskapelle.
Weiter dann den romanisch-gotischen Kreuzgang des ehemaligen Reichsstifts St. Emmeram mit Benediktus-Portal als Zugang zur Basilika; und schließlich die Gruftkapelle (bzw. das Fürstenmausoleum) mit einer vom süddt. Bildhauer Dannecker aus weißem Carraramarmor geschaffenen Christusfigur.

Nach so viel fürstlicher (und auch katholischer) Pracht war es dann erst mal Zeit für’s Mittagessen. Nach einem kurzen Umweg - der Busfahrer hatte sich verfahren, vermutlich weil die „Protzenweiherbrücke“ (= eine wichtige Verkehrsader) infolge eines Schiffsunglücks im Frühjahr 2008 noch immer für Kraftfahrzeuge gesperrt ist – erreichten wir das direkt am Wasser und bei der „Steinernen Brücke“ gelegene Wirtshaus, Dadurch, dass wir das Essen bereits während der Busfahrt am Vormittag ausgewählt – zur Wahl standen immerhin 11 verschiedene Gerichte! - und telefonisch vorbestellt hatten, saßen wir im Nu vor dampfend-gefüllten Tellern und konnten es uns im hübschen Garten des Gasthofs schmecken lassen.

Danach ging’s weiter zur Führung durch die Regensburger Altstadt. Beginnend am Westportal des Doms St. Peter (dieser Dom ist das Werk der Gotik in Bayern) ging’s zu Fuß u.a. noch zu folgenden Stehenswürdigkeiten und Wahrzeichen der Stadt:
Zur Steinernen Brücke, die ein Meisterwerk mittelalterlicher Baukunst darstellt. Sie wurde nach nur 11 Jahren Bauzeit 1147 fertig gestellt, umspannt auf ca. 300 Metern den Fluss (= die Donau) und war über Jahrhunderte die einzige Donaubrücke zwischen Ulm und Wien. Sie war daher ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt und verhalf der Stadt zu einem enormen wirtschaftlichen Aufschwung.
Zum Alten Rathaus, das im 13. Jhd. am zentralen Markt der Stadt entstand. Ab 1594 fanden dort die vom Kaiser einberufenen Reichsversammlungen statt; von 1663 bis 1806 (d.h. bis zum Ende des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation) tagte dort der „Immerwährende Reichtag“.
Im Zuge der Reformation kam es 1555 zum Augsburger Religionsfrieden: Die lutherische Lehre wurde als gleichberechtigt anerkannt. Die Untertanen mussten das Bekenntnis ihres Landesherren annehmen (cuius regio, eius religio), Andersgläubige „durften“ auswandern. In Reichsstädten mit konfessionell gemischter Bevölkerung hatten beide Kirchen das Recht zur Ausübung ihrer Religion.
Trotz dieses Abkommens, das eigentlich ein friedliches Nebeneinander von Katholiken und Protestanten ermöglichen sollte, versuchten beide Seiten, ihren Einflussbereich auszudehnen, etwa ab 1600 verschärften sich die Gegensätze… Sie merken: ich komm’ vom Hundertsten ins Tausendste und muss abkürzen!!! Deshalb nur: Stichwort „Prager Fenstersturz“ als Auftakt zum Dreißigjährigen Krieg, der, vor allem in der ersten Phase, ein Glaubenskrieg war, in dem es aber immer auch um die Aufteilung der Macht zwischen (katholischer) kaiserlicher Zentralgewalt und den (vielfach protestantischen) Landesfürsten ging.
Der Dreißigjährige Krieg endete 1648 mit dem Westfälischen Frieden, in dem der bereits erwähnte Augsburger Religionsfrieden von 1555 bekräftigt und ergänzt wurde: ein Religionswechsel der Obrigkeit musste nun von den Untertanen nicht mehr nachvollzogen werden.
Die deutschen Fürsten (die ja nicht wirklich einen starken Kaiser wollten, weil sie lieber selber mächtig waren) gingen gestärkt aus dem Dreißigjährigen Krieg hervor. Der Kaiser musste ihre weitgehende Selbständigkeit akzeptieren und war sogar in seinen, also in den das Kaiserreich betreffenden Entscheidungen, an die Zustimmung des Reichstags gebunden. Im Reichstag waren Vertreter der wichtigsten weltlichen und geistlichen Stände versammelt, er wirkte mit bei (Reichs-)Gesetzen und beim Auferlegen von (Reichs-)Steuern u.ä. Insofern war er eine Art Legislative (= gesetzgebende Gewalt) und damit im weitesten Sinn ein Vorläufer unseres Bundestag und -rats.
Ab 1663 war der Reichstag „immerwährend“, d.h. er trat ständig zu Beratungen zusammen; wobei Kaiser und Fürsten dann nicht mehr persönlich anwesend waren, sondern sich von Gesandten vertreten ließen. Redewendungen wie „etwas auf die lange Bank schieben“ (d.h. vertagen und zu keinem Ergebnis kommen) und „etwas am grünen Tisch entscheiden“ (also mit wenig Sachkenntnis und von einem eher theoretischen, praxisfernen Standpunkt aus) gehen auf den „Immerwährenden Reichstag“ zurück.

Vorbei an sog. Patriziertürmen v.a. des 12. und 13. Jahrhunderts, die von nicht-adligen reichen Bürgern und Kaufleuten errichtet wurden und die vom wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Anspruch, dem Ehrgeiz und Gestaltungswillen dieser damals aufstrebenden Gesellschaftsschicht künden (je höher, desto potenter). Solche Türme nach italienischem Beispiel - berühmt dafür ist beispielsweise die Stadt San Gimignano n der Toskana - gibt es nördlich der Alpen nur in Regensburg.

An diesen ersten Rundgang hätte sich eine Führung durch das protestantische Regensburg anschließen sollen. Dabei hätten wir dann erfahren, dass Regensburg keineswegs eine „rein katholische“ Stadt war und ist - ein Eindruck, der sich nach der Schlossbesichtigung vom Vormittag unschwer hatte einstellen können. Die Bürgerschaft der Stadt nahm vielmehr 1542 die evangelische Konfession an. In diesem Zusammenhang zu erwähnen ist die südwestlich des Doms gelegene Neupfarrkirche. Auf dem Gebiet dieser Kirche befand sich im Mittelalter bis ins 16. Jhd. das jüdische Viertel Regensburgs. Nach der Vertreibung der Juden aus der Stadt wurden nahezu sämtliche jüdischen Wohn- und Gemeinschaftshäuser zerstört. Bei diesen Abrissarbeiten überlebte ein Bürger einen schweren Unfall beinahe unverletzt, was viele Menschen für ein religiöses Wunder hielten; die Unfallstelle wurde zu einem Wallfahrtsort, es wurde zunächst eine kleine „Kapelle zur schönen Maria“ errichtet. Nach seinem Übertritt zum evang. Glauben widmete der Rat der Stadt die Wallfahrtskirche als „Neue Pfarre“ zur ersten protestantischen Pfarrkirche Regensburgs um. Die Neupfarrkirche, die später ihre heutige Gestalt erhielt, ist also Stammkirche der ev.-luth. Gemeinde in Regensburg und darüber hinaus Ausgangsort für die Verbreitung des protestantischen Glaubens von Norden her in die Länder Südosteuropas und des Balkans.
Im Zuge der Gegenreformation erstarkten dann wieder die Katholiken. Noch in der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg gab es in Regensburg ungefähr gleich viele Katholiken wie Protestanten. Nach Kriegsende überwog dann, bedingt durch den Zugzug von überwiegend „kath. Flüchtlingen“ (wie z.B. den Egerländern), die Zahl der Katholiken.
Im Juni 2006 kam Papst Benedikt XVI. nach Regensburg; bei diesem Besuch wurde ihm die Ehrenbürgerschaft der Stadt verliehen. In seiner Dankesrede dafür sagte er: „Regensburg ist außerdem auch eine ökumenische Stadt. … Und was in den Territorialstaaten mit ihrem "cuius regio, eius religio" nicht möglich war, war hier möglich und nötig, dass Katholiken und Protestanten friedvoll miteinander wohnten, sich kennen und verstehen lernten…“

Das alles hätten wir erfahren können, wenn, ja wenn die Fremdenführerin zur vereinbarten Zeit am vereinbarten Ort gewesen wäre – war sie aber leider nicht!
In der bis zur Abfahrt ins Hotel verbleibenden Zeit fuhr ein Teil der Reisegruppe mit dem City-Zügle noch einmal durch die historische Altstadt und zum fürstlichen Schloss St. Emmeram. Andere besichtigten den Dom von innen. Manche bestiegen den Turm der Dreieinigkeitskirche, um sich von oben einen Überblick über die Stadt zu verschaffen. Und einige setzten sich bei schönem Wetter auch einfach ins eins der zahlreichen Straßencafés.

Punkt 18:01 Uhr starteten wir zur kurzen Fahrt ins nahe gelegene Hotel AVIA. Wir bezogen unsere Zimmer, die sehr geräumig und gut ausgestattet waren. Nach einem leckeren Abendessen ließen dann viele den Tag gemütlich im Hotel ausklingen. Eine zweite Gruppe machte sich auf ins Naturkundemuseum, um dort einem Konzert mit Gartenliedern und Gitarrenmusik (u.a. von F. Mendelssohn-Bartholdy und M. Castelnuovo-Tedesco) zu lauschen. Die dritte Gruppe mischte sich, nach all der ganz großen Geschichte und dem vielen Adel zur Abwechslung unters Volk und besuchte den an diesem Abend auf Schloss Pürkelgut im Osten der Stadt stattfindenden Mittelaltermarkt „Hexentanz und Feenzauber“. Und eine vierte Gruppe bummelte einfach so durch’s abendliche Regensburg. – Gefallen hat es, glaub’ ich, allen!

Am So Morgen frühstückten wir erst einmal ausgiebig. Dann verließen wir das Hotel und die Stadt Regensburg auch schon wieder und fuhren mit dem Bus gut 30 km Donau aufwärts (also Richtung Donau-Ursprung) bis zum Kloster Weltenburg.

Das Benediktinerkloster Weltenburg gilt als die älteste klösterliche Niederlassung in Bayern (und überhaupt rechts des Rheins) und wurde um das Jahr 600 n. Chr. im Zuge der christl. Missionierung des Herzogtums Bayern gegründet. (An der Stelle hatten davor schon wiederum erst die Kelten und danach dann die Römer ein Heiligtum errichtet.) Die Abteikirche wurde in den Jahren 1716 bis 1739 von den Gebrüdern C. D. und E. Q. Asam erbaut und ausgestaltet. Sie zählt zu den Spitzenleistungen des europäischen Barocks. Wir besichtigten das Innere der Kirche (in der gerade mit viel Weihrauch Gottesdienst gefeiert wurde), einige spazierten dann noch weiter zur ca. 300 m entfernt auf dem Frauenberg gelegenen Marienkapelle des Klosters.
Berühmt ist Weltenburg auch für sein süffiges und gehaltvolles Bier bzw. die Klosterbrauerei, die 1050 erstmals urkundlich erwähnt wurde und somit - schon wieder dieser Superlativ! - als älteste (Kloster-)Brauerei der Welt gilt.

Um 11:40 Uhr startete dann unser Ausflugsschiff Donau abwärts Richtung Kelheim. Dabei wurden wir bewirtet mit Weißwürsten und Brez’n sowie dem berühmten Weltenburger Bier („Barock Dunkel“ mit 4,7%vol. und „Asam Bock“ mit 6,9%vol.!). Wir fuhren durch den landschaftlich sehr schönen Donaudurchbruch bzw. die Weltenburger Enge, das ist eine enge Schlucht, die der Fluss an dieser Stelle durch den südlichen Ausläufer des Fränkischen Jura (Karstgebirge) gebahnt hat.

In Kelheim fließen 2 Flüsse zusammen: nämlich zum einen von Südwesten her die Donau und zum anderen die aus nordwestlicher Richtung kommende und zum Main-Donau-Kanal ausgebaute Altmühl. Zwischen diesen beiden Flüssen liegt der Michelsberg, und darauf ließ der bayerische Königs Ludwig I. die Befreiungshalle erbauen; der Bau wurde im Jahr 1863 vollendet. Die Befreiungshalle soll an den Sieg der Deutschen in den Befreiungskriegen gegen Napoleon erinnern (Stichwort: „Völkerschlacht“ bei Leipzig am 18.10.1813). Nach der Besichtigung dieses lt. Fremdenführerin im Volksmund auch „Sahnetorte“ genannten Bauwerks hatten wir noch Gelegenheit zum Kaffeetrinken. Danach hieß es: Aufstellung nehmen zum Gruppenfoto, und gegen 15:45 Uhr saßen alle wieder im Bus und wir traten die Heimreise an.

Wir fuhren über Riedenburg und Beilngrieß durch das wunderschöne Altmühltal zur Autobahn A9, wechselten kurz vor Nürnberg dann auf die A6 Richtung Würzburg. Beim Rasthof „Frankenhöhe“ legten wir noch einmal eine Pause ein (nein, nicht der Raucher wegen sondern weil unser Busfahrer nicht zu lange am Stück hinterm Steuer sitzen durfte!). Wir kamen an Geißelhardt, der früheren Wirkungsstätte unseres Pfarrers, vorbei und bogen am Weinsberger Kreuz, kurz vor Heilbronn, südlicher Richtung ab auf die A81. Bald kam der Fernsehturm in Sicht, über den Pragsattel und vorbei an Wilhelma und Gaskessel waren wir dann kurz vor 20:00 Uhr wieder zurück in Heumaden.

Es war ein interessanter, abwechslungsreicher Ausflug, vielen Dank noch einmal den Organisatoren Pfr. Schäfer, Trixi Geng und Volker Ruta. Danke auch an alle Mitreisenden, die mit ihrem Dabeisein zu der angenehmen Atmosphäre und der harmonischen Gemeinschaft beigetragen haben!

Am Sa Abend in Regensburg war ich bei der Gruppe, die zum Konzert ins Naturkundemuseum ging. Dabei wurde zur Musik von F. Mendelssohn-Bartholdy u.a. das „Morgengebet“ von Joseph von Eichendorff gesungen. In diesem Gedicht ist meines Erachtens sehr schön - romantisch eben, Eichendorff war ja ein Dichter der Deutschen Romantik - ausgedrückt, was das eigentliche Ziel unserer (Lebens-)Reise ist. Und weil mir das so gut gefallen hat, stelle ich das „Morgengebet“ von J.v.Eichendorff ans Ende meines Reiseberichts:

O wunderbares tiefes Schweigen,
wie einsam ist’s noch auf der Welt!
Die Wälder nur sich leise neigen,
als ging’ der Herr durch’s stille Feld.
Ich fühle mich wie neu geschaffen,
wo ist die Sorge nun und Not?
Was gestern mich noch wollt’ erschlaffen,
dess schäm’ ich mich im Morgenrot.
Die Welt mit ihrem Gram und Glücke
Will ich, ein Pilger, froh bereit
Betreten nur als eine Brücke
Zu dir, Herr, über’m Strom der Zeit.