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EVANGELISCHE
KIRCHENGEMEINDE HEUMADEN-SÜD August / September 2002
Ist die Kirche noch zu retten?
Zwei junge Männer stiegen ein, unterhielten sich laut lachend und setzten sich direkt neben die lesende Dame, ohne dabei aber leiser zu werden. Die Männer sahen sich ziemlich ähnlich mit ihren bunten Haaren, den hängenden Hosen, den dicken Turnschuhen und den vielen silbernen Ringen in den Ohrläppchen. Nun unterbrach die Dame doch ihr Lesen und suchte nach dem Grund des lauten Redens und Lachens. Ganz vorsichtig hob sie ihren Kopf und erblickte dann die Männer, während sie gleichzeitig ihren Zeitungsartikel in den Schoß sinken ließ. Aber was war das für ein Blick. Ihre Augen zogen sich merklich zusammen, eingehend musterte sie Kleidung und Gesichter der beiden, ihr ganzer Körper schien sich in diesem Augenblick in eine Art Verteidigungshaltung zu begeben. Und als ihre Augen die Wanderung über die weiter redenden und lachenden Männer neben ihr beendet hatten, sagte ihr letzter Blick auf die beiden mit aller Deutlichkeit, wie verachtenswert ihr die beiden Geschöpfe vorkommen. So ist die Kirche wohl nicht zu retten, dachte ich in diesem Augenblick - falls die Kirche überhaupt einer "Rettung" bedarf, die vom Handeln ihrer menschlichen Glieder abhängt: dann bestimmt nur mit einem erbarmenden Blick. Der aber kommt niemals von oben herab. Kirche ist immer der Ort, glaube ich, wo nicht verurteilt werden darf. Die Gemeinden bieten immer Räume, in denen Menschen willkommen und ganz angenommen sind, ohne Wenn und Aber. Auch der Wohnsitzlose ist vermutlich ein getaufter Mensch, ebenso die ehemalige Strafgefangene oder der polternde Nachbar. Kirche ist ein Zuhause ohne Grenzen. Der verächtliche Blick schafft Grenzen, aber der erbarmende Blick schafft sie ab. Deswegen wird natürlich noch längst nicht alles recht und gut. Aber Gott sieht auch uns ja nicht deswegen freundlich an, weil wir schon längst recht und gut sind, sondern: Gott sieht uns freundlich an, damit wir recht und gut werden können. Wer Menschen lässt, wie sie sind, wer Geduld hat und Menschen Freiräume eröffnet, um zu sich und zum anderen zu finden - der wird dann auch erleben, dass sie sich ändern können. So sieht es Ihr Pfarrer
Der Markuskreis
Volker Ruta
Der neue Jugendreferent ist da! Mein Name
ist Daniel Müller, ich bin 30 Jahre alt. Nach der Schule machte ich
meinen Zivildienst im Ev. Jugendwerk Stuttgart. Anschließend absolvierte
ich eine Ausbildung zum Industriemechaniker bei Bosch in Feuerbach und
arbeitete ein Jahr in einer Forschungsabteilung. Dann begann ich mein Studium
der Sozialarbeit an der Evang. Fachhochschule in Freiburg.
Während des Studiums legte ich den inhaltlichen Schwerpunkt auf die Jugendarbeit, da ich schon als Jugendlicher in der Kirchengemeinde Vaihingen über 10 Jahre eine Jungschar und Waldheimgruppen geleitet hatte. Nach Beendigung des Studiums machte ich mich dann gezielt auf die Suche, eine Stelle in diesem Bereich zu finden. Fündig wurde ich in Sillenbuch. Mit viel Tatendrang und einer gehörigen Portion Neugier begann ich dann im April mit meiner Arbeit. Mein Ziel ist es, Jugendlichen die Chance zu eröffnen, ihre Freizeit sinnvoll zu gestalten und so wertvolle Kompetenzen zu erlernen, die sie für ihren weiteren Lebensweg gebrauchen können. In meiner eigenen Freizeit treffe ich mich mit Freunden und treibe Sport. Auch habe ich großes Interesse an fremden Kulturen, Ländern, Landschaften und Menschen. Wer mich kennen lernen will, um noch mehr über mich zu erfahren, kann ja einfach mal im Büro, Bockelstr. 125B, vorbeikommen oder anrufen: 44 64 04. Ich freue mich immer über Besuch. Kirche schnuppern mit Kind und KegelAnnika, Emilie, Hannah, Mareike und Thorsten - fünf Kinder im Alter zwischen 1 und 6 Jahren folgten, begleitet von ihren Eltern, der Einladung unseres Kinderkirch-Teams zu einem bunten Familien-Nachmittag und kamen am Samstag, dem 13. Juli, im Gemeindezentrum zusammen.Pfr. Schäfer führte uns zunächst in die Kirche, die er als "Haus Gottes" vorstellte. Unser Organist, Herr Scott, war gekommen, um den Kindern die Orgel vorzuführen. So sangen wir gemeinsam ein erstes Lied, das "Kinder-Mutmach-Lied". Sichtlich aufgeregt versammelten sich die Kinder dann am Taufbecken: hier waren sie getauft und dadurch "bei Gott mit ihrem Namen bekannt gemacht" worden, erläuterte Pfr. Schä-fer. Jedes der Kinder durfte noch eine Kerze anzünden, dann hieß es: Kirchturmbesteigung. Oben angekommen, läutete sogar die Glocke! Es war schön, den eigenen Stadtteil und seine Umgebung einmal von oben sehen zu können. Nach der Anstrengung des Treppensteigens kam das kalte Buffet gerade recht: Karottenspaghetti, Fliegenpilze aus Ei und Tomate, Schoko-Plätzchen, Kuchen und und und - nicht nur die Kinder ließen es sich schmecken. Während die Eltern sitzen bleiben und weiter "schwätzen" durften, bastelten die Kinder dann Körbchen aus Papier - "Moses-Körbchen", die hinwiesen auf das Thema des Kindergottesdienstes am folgenden Sonntag. Angeleitet und unterstützt wurden sie dabei von Mitarbeiterinnen des Kinderkirch-Teams Gisela Döbling, Ilse Holzwarth, Angelika Koch und Brigitte Wörz. Zum Abschluss sangen wir, begleitet von Beate Brenner am Akkordeon, gemeinsam noch einige muntere Lieder. Insgesamt, so waren sich alle einig, war dies ein abwechslungsreicher Nachmittag in ungezwungener Atmosphäre. Dank an alle Beteiligten - und: Fortsetzung folgt - spätestens beim Kinder-Bibeltag am 19. Oktober in unserem Gemeindezentrum unter dem Motto "Abraham - Aufbruch und Wagnis" mit Familiengottesdienst am 20. Oktober in der Gnadenkirche. Beate Brenner
Unser Sommer-Preisrätsel
Rätselspaß in den Ferientagen soll Ihnen unser Sommerpreisrätsel bereiten. Gesucht wird in den nummerierten Feldern ein biblischer Prophet - einen Buchstaben geben wir Ihnen vor: an der 6. Stelle des Lösungsbegriffs steht ein "C". Als Preise haben wir zu vergeben: 1. Preis: ein Evangelisches Gesangbuch; 2. Preis: Das Buch "Aus 3 Dörfern wächst ein Stadtbezirk", 3. Preis: eine Flasche selbstgemachter Holunder- Sekt. Einsendeschluss für das Lösungswort - bitte ans Gemeindebüro - ist der 1. Oktober, die Auslosung der Gewinner erfolgt beim "Schwätz nach d'r Kirch" nach dem Gottesdienst zum Erntedankfest am 5. Oktober Ökumenische KirchengemeinderatssitzungAm 21. Juni haben sich die Mitglieder des ökumenischen Arbeitskreises und der Kirchengemeinderäte von St. Thomas Morus, Alt-Heumaden und Heu-maden-Süd im Gemeindehaus von Alt-Heumaden zu einer gemeinsamen Sitzung getroffen. Im Mittelpunkt des Treffens stand das gegenseitige Kennenlernen und der Austausch über das jeweilige Gemeindeleben. Neben den gemeindespezifischen Anliegen und Aufgaben - St. Thomas Morus hat ja keinen eigenen Pfarrer mehr, und in Alt-Heumaden steht ein Wechsel im Pfarramt an, weil Pfarrer Wörner in den Ruhestand geht - beschäftigte uns alle die Frage, wie wir Familien und junge Menschen für die Kirche und unsere Gemeinden gewinnen können.Pfarrer Schäfer informierte uns dann noch über die "Charta Öcumenica", in der die Konferenz Europäischer Kirchen und der Rat der Europäischen Bischofskonferenzen "Leitlinien für die wachsende Zusammenarbeit unter den Kirchen in Europa" formuliert haben. Wir haben festgestellt, dass das Miteinander an der ökumenischen Basis - wie hier bei uns in Heumaden - recht gut funktioniert. Auch die Geselligkeit kam an diesem Abend nicht zu kurz, und dazu hat nicht zuletzt die köstliche Bewirtung der gastgebenden Kirchengemeinde Alt-Heumaden beigetragen. Brigitte Wörz
Familien-NachrichtenGeburtstage im August:1. 8. Erika Klumpp3. 8. Hermann Dierlamm 4. 8. Heinz Müller 5. 8. Frieda Kowarsch 10. 8. Hedwig Lehnert 10. 8. Gerhard Kuder 12. 8. Karl-Heinz Donn 13. 8. Ludwig Richter 14. 8. Eberhard Stammler 17. 8. Robert Müller 18. 8. Gretel Zobel 18. 8. Anneliese Neumann 19. 8. Julia Reinhardt 21. 8. Lilli Irion 23. 8. Johannes Klepser 26. 8. Gertrud Haible 27. 8. Ruth Klug 28. 8. Frede Bader 31. 8. Georg Lehr Geburtstage im September:3. 9. Iris Deininger4. 9. Walter Holland 4. 9. Gisela Klepser 10. 9. Gerhard Widmann 11. 9. Meta Hausch 11. 9. Reinhold Gruber 12. 9. Fritz Borchardt 13. 9. Adele Heitzmann 13. 9. Friedrich Hanselmann 14. 9. Heinrich von Dadelsen 18. 9. Emma Romig 19. 9. Hilde Donn 20. 9. Herta Fürll 21. 9. Irma Hösch 21. 9. Siegfried Fischer-Sandt 22. 9. Erich Ulmer 23. 9. Friedrich Sohn 30. 9. Oskar Steudle 30. 9. Lieselotte Baumann Bestattet wurden:am 21. Juni: Frau Maria Wernle geb. Nagel, Bernsteinstr. 30, gestorben im Alter von 98 Jahren;am 24. Juni: Frau Hilde Donn geb. Kappler, Isegrimweg 3A, gestorben im Alter von 78 Jahren; am 15. Juli: Helga Klingner, Bockelstr. 108, gestorben im Alter von 60 Jahren; am 18. Juli: Herr Paul Rothbächer, Bernsteinstr. 170, gestorben im Alter von 91 Jahren. "Gott ist ein glühender Backofen voller Liebe, der von der Erde bis an den Himmel reicht. Gott zum Freund haben ist tröstlicher, denn aller Welt Freundschaft haben." (Martin Luther) Die Gemeindeblattleser-Familie hat sich vergrößertIm Namen des Verlages und des Kirchengemeinderates unserer Gemeinde danken wir allen Gemeindegliedern dafür, dass sie die Mitarbeiter des Gemeindeblatts so freundlich empfangen haben.Die Außendienst-Mitarbeiter des Verlages besuchten in unserer Gemeinde die meisten evangelischen Haushalte. Wir freuen uns über die neuhinzugekommenen Abonnenten und grüßen diese recht herzlich. Wir hoffen und wünschen, dass das Evangelische Gemeindeblatt für Württemberg Ihnen bald eine unentbehrliche und hilfreiche Lektüre sein wird. Allen seitherigen Gemeindeblatt-Abonnenten danken wir für ihre jahre-, oft sogar jahrzehntelange Leser-Treue. Wenn auch Sie das Gemeindeblatt gerne bestellen wollen, können Sie Ihre Bestellung jederzeit im Gemeindebüro oder bei unserer Ortsagentur, Frau Johanna Hradetzky (Tel. 44 53 16) aufgeben.
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